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MWST-Abrechnung fürs 2. Quartal: Frist Ende August – so vermeiden Sie Verzugszinsen

Mitten in der Ferienzeit rückt für viele KMU und Selbständigerwerbende eine wichtige Frist näher: Die Mehrwertsteuer-Abrechnung für das zweite Quartal 2026 muss bis Ende August bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) eingereicht und bezahlt sein. Wer die Frist verpasst, zahlt Verzugszins – neu 4.0 Prozent pro Jahr.
Gerade der Sommer ist erfahrungsgemäss eine Stolperfalle: Die Buchhaltung bleibt während der Betriebsferien liegen, Belege fehlen, und plötzlich wird es Ende August eng. Wir zeigen, welche Fristen jetzt gelten, was sich beim Verzugszins geändert hat und wie Sie die Abrechnung stressfrei über die Bühne bringen.

Reform AHV 2030: Frühpensionierung wird teurer – und Selbständige zahlen mehr

Kaum ist die Finanzierung der 13. AHV-Rente unter Dach, steht die nächste grosse Vorsorgereform an: Der Bundesrat hat am 20. Mai 2026 die Vernehmlassung zur Reform «AHV 2030» eröffnet; sie dauert bis zum 11. September 2026. Die gute Nachricht vorweg: Eine Erhöhung des Referenzalters ist nicht vorgesehen. Dafür setzt die Reform an Stellen an, die viele weniger auf dem Radar haben – und die Selbständigerwerbende, KMU und alle, die von einer Frühpensionierung träumen, direkt betreffen. Wir fassen die wichtigsten Eckpunkte zusammen und zeigen, was Sie heute schon für Ihre Planung daraus ableiten können.

Mehrwertsteuer steigt 2028 auf 8.5 % – was KMU jetzt wissen sollten

Das eidgenössische Parlament hat am 19. Juni 2026 in der Schlussabstimmung entschieden: Die 13. AHV-Rente soll teilweise über eine Erhöhung der Mehrwertsteuer finanziert werden. Konkret würde der Normalsatz ab dem 1. Januar 2028 von 8.1 auf 8.5 Prozent steigen, der Sondersatz für Beherbergungsleistungen von 3.8 auf 4.0 Prozent. Der reduzierte Satz für Güter des täglichen Bedarfs – etwa Lebensmittel, Medikamente und Bücher – bliebe unverändert bei 2.6 Prozent. Das letzte Wort hat allerdings das Stimmvolk: Die Volksabstimmung ist voraussichtlich auf den 29. November 2026 angesetzt. Für Unternehmen in der Schweiz lohnt es sich, das Thema schon heute auf dem Radar zu haben – denn ein Satzwechsel betrifft weit mehr als nur die Preisschilder.

Kilometerabzug 2026: CHF 0.75 pro km – prüfen Sie Ihre Steuererklärung

Eine kleine, aber wirksame Neuerung: Ab dem Steuerjahr 2026 darf für beruflich bedingte Fahrten mit dem Privatfahrzeug ein Pauschalabzug von CHF 0.75 pro Kilometer geltend gemacht werden – statt bisher CHF 0.70. Wer regelmässig zur Arbeit pendelt oder berufliche Wege zurücklegt, sollte diesen Betrag korrekt in der Steuererklärung eintragen.

Jahresabschluss und Generalversammlung: Was GmbH- und AG-Inhaber bis Ende Juni erledigen müssen

Für Schweizer GmbH und Aktiengesellschaften mit Geschäftsjahresende am 31. Dezember gilt: Die ordentliche Generalversammlung (GV) muss innerhalb von sechs Monaten nach Geschäftsjahresende stattfinden – also spätestens bis zum 30. Juni. Wer diesen Termin verpasst, riskiert nicht nur gesellschaftsrechtliche Konsequenzen, sondern auch Verzögerungen bei Steuerabschlüssen und AHV-Abrechnungen.

Privatanteil Geschäftsfahrzeug: Die 0,9-%-Regel und was im Lohnausweis stehen muss

Wer als Arbeitgeberin oder Arbeitnehmer ein Geschäftsfahrzeug auch privat nutzt, muss diesen Vorteil korrekt im Lohnausweis deklarieren. Die Regeln sind klar – werden aber in der Praxis häufig falsch oder gar nicht umgesetzt. Fehler beim Privatanteil können bei einer Steuerprüfung teuer werden: für den Arbeitnehmer als nachbesteuerbares Einkommen, für den Arbeitgeber als AHV-Nachforderung.

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