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Halbjahresbilanz 2026: Wohneigentum +4.7 % – guter Zeitpunkt für eine Bewertung?

Das erste Halbjahr 2026 ist Geschichte – Zeit für eine Standortbestimmung am Schweizer Immobilienmarkt. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Gemäss dem Wohnimmobilienpreisindex des Bundesamts für Statistik stiegen die Preise für Wohneigentum im ersten Quartal 2026 um 1.5 Prozent gegenüber dem Vorquartal auf 126.8 Punkte; im Jahresvergleich beträgt das Plus stolze 4.7 Prozent. Einfamilienhäuser verteuerten sich um 4.6 Prozent, Eigentumswohnungen um 4.8 Prozent. Wer eine Liegenschaft besitzt, darf sich freuen – und sollte sich gleichzeitig fragen: Was bedeutet das für meine Pläne? Verkaufen, halten, neu belehnen? Eine fundierte Antwort beginnt mit einer aktuellen Bewertung.

Die Treiber hinter dem Preisanstieg

Drei Faktoren schieben den Markt an. Erstens das Zinsumfeld: Die Nationalbank hält den Leitzins seit Juni 2025 bei 0 Prozent und hat diesen Kurs am 18. Juni 2026 bestätigt. Finanzierungen bleiben damit historisch günstig – SARON-Hypotheken sind ab rund 0.75 Prozent zu haben, zehnjährige Festhypotheken zwischen etwa 1.5 und 2.0 Prozent. Zweitens das knappe Angebot: Es wird nach wie vor zu wenig gebaut, während die Bevölkerung wächst; besonders in städtischen Gemeinden und ihren Agglomerationen – dazu zählt auch die Region Zug und die Zentralschweiz – übersteigt die Nachfrage das Angebot deutlich. Drittens die Erwartung stabiler Rahmenbedingungen: Banken rechnen für das Gesamtjahr 2026 mit einem weiteren Preisanstieg von rund 3 Prozent, die UBS prognostiziert für Eigentumswohnungen +3.5 und für Einfamilienhäuser +2.5 Prozent.

Was der Wertzuwachs für Eigentümer konkret heisst

Ein höherer Marktwert ist mehr als eine schöne Zahl. Er beeinflusst die Belehnung: Wer seine Liegenschaft neu bewerten lässt, verbessert unter Umständen das Verhältnis von Hypothek zu Verkehrswert – das kann bei der Zinsverhandlung oder einer Aufstockung für Renovationen helfen. Er beeinflusst die Vorsorge- und Nachlassplanung: Bei Erbteilungen, Schenkungen oder der Übertragung an Nachkommen ist ein realistischer, dokumentierter Wert die Grundlage fairer Lösungen. Und er beeinflusst natürlich Verkaufsüberlegungen: Wer ohnehin mittelfristig verkaufen will – etwa weil das Haus nach dem Auszug der Kinder zu gross geworden ist –, verkauft in einem Verkäufermarkt mit hoher Nachfrage und tiefen Zinsen aus einer Position der Stärke.

Warum gerade jetzt bewerten?

Die Sommermonate sind erfahrungsgemäss eine gute Zeit für eine Standortbestimmung: Das erste Halbjahr liefert frische Marktdaten, und wer im Herbst – der traditionell aktivsten Vermarktungsphase – verkaufen möchte, schafft jetzt die Grundlagen. Eine professionelle Bewertung berücksichtigt Lage, Zustand, Ausbaustandard, Grundstück und die effektiv erzielten Preise vergleichbarer Objekte in der Region – nicht bloss Online-Schätzwerte, die schnell einmal zehn Prozent daneben liegen. Dazu kommen steuerliche Überlegungen: Grundstückgewinnsteuer, Besitzdauerabzüge und der richtige Zeitpunkt eines Verkaufs wollen kantonal geprüft sein, bevor unterschrieben wird.

Und die Käuferseite? Chancen trotz hoher Preise

Für Kaufinteressierte klingen die Zahlen ernüchternd – doch Kapitulation wäre der falsche Schluss. Erstens bleibt Kaufen dank der tiefen Hypothekarzinsen im Vergleich zur Miete vielerorts attraktiv, gerade weil die Mieten in den Zentren weiter steigen. Zweitens lohnt sich der Blick über die Hotspots hinaus: In gut erschlossenen Gemeinden der zweiten Reihe sind die Preise moderater, die Lebensqualität aber kaum geringer. Drittens kommt Bewegung in die steuerlichen Rahmenbedingungen: Mit der Abschaffung des Eigenmietwerts per 2029 ändern sich die Spielregeln für Eigentümer grundlegend – wer heute kauft, sollte Amortisation und Renovationsplanung bereits auf den Systemwechsel ausrichten. Eine saubere Tragbarkeitsrechnung, realistisch kalkulierte Nebenkosten und eine durchdachte Hypothekarstrategie bleiben dabei das Fundament jedes guten Kaufentscheids.

Unser Angebot für Sie

Ob Sie einen Verkauf ernsthaft prüfen, die Hypothek erneuern, ein Erbe regeln oder einfach wissen möchten, wo Ihre Immobilie heute steht: Wir bewerten Ihre Liegenschaft marktgerecht, erklären Ihnen das Ergebnis verständlich und zeigen Ihnen Ihre Optionen auf – vom optimalen Verkaufszeitpunkt über die Vermarktungsstrategie bis zu den Steuerfolgen. Als Immobilien- und Treuhandpartner aus Holzhäusern kennen wir den Zentralschweizer Markt aus erster Hand und begleiten Sie auf Wunsch durch den gesamten Verkaufsprozess.

Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Ersteinschätzung.

Die vorstehenden Angaben dienen der allgemeinen Information (Stand: 4. Juli 2026). Marktentwicklungen und Prognosen sind keine Garantie für künftige Werte. Lassen Sie sich für Ihre Situation persönlich beraten.

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